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248/365 Selbsterfahrung

Moin zusammen!

Letzten Dienstag fand nach ewiger Pause endlich mein erster VHS-Kurs statt. Es war der erste Teil einer Workshop Reihe, in der ich mich mit meinen Teilnehmenden Schritt für Schritt an ein möglichst gutes Bild direkt aus der Kamera herantaste. Inhalt des Einstiegsabends: die Kameragrundeinstellungen. Zentrales Thema dabei war die Möglichkeit der Kamera ein kontrastreduziertes, weniger farbgesättigtes Bild zu entlocken, denn die Erfahrung zeigt, dass es eher die kontrastreichen Situationen sind, die Fotografierende überfordern. Ausgebrannte Lichter und zugelaufene Schatten sind häufig die Folge. In der Bildbearbeitung ist dann guter Rat teuer und der Griff zum RAW Format ist das üblicherweise empfohlene Mittel – mit all seinen Nachteilen in Hinblick auf Speicherplatz und Verarbeitungszeit. Mit den richtigen Einstellungen in der Kamera geht aber auch eine ganze Menge (viel mehr als man denken mag) mit dem JPEG. Dazu empfehle ich den Teilnehmenden selbst mit unterschiedlichen Einstellungen Testaufnahmen zu machen und genau das habe ich heute auch einmal gemacht. Die folgenden drei Aufnahmen sind 1.) mit einer Filmsimulation entstand, die gemeinhin für Landschaftsaufnahmen empfohlen wird. 2.) mit der kontrastärmsten Filmsimulation, die meine Fuji zu bieten hat inklusive aller kontrastoptimierenden Möglichkeiten, die das Menü hergibt und 3.) mit den gleichen Einstellungen wie 2.) plus einigen schnellen Korrekturen auf dem iPhone.

Velvia Filmsimulation, DR100, AWB
Negativ Standard Filmsimulation, D-Bereichspriorität „stark“
Negativ Standard Filmsimulation, D-Bereichspriorität „stark“ und Snap Seed auf dem iPhone

Wie man sieht, bringt alleine die Wahl einer geeigneteren Filmsimulation und einer richtig gewählten Menüoption schon erhebliche Vorteile. Die anschließenden Anpassungen in Snap Seed bringen dann ein Bildergebnis, dass ich noch vor wenigen Jahren nur mit einem RAW für erreichbar gehalten hätte. Dabei sind nicht einmal ausgefeilte Kenntnisse des Bildbearbeitungsprogramms notwendig. Oft reicht ein Klick auf die automatische Bildanpassung und man bekommt ein sehr gefälliges Ergebnis. Genau das ist es, was sich viele Fotografierende von ihren Kameras wünschen, was ihnen ihre Smartphones in der Regel liefern und ihre teuren Kameras ihnen in den (falschen) Grundeinstellungen aber verwehren. Das sollte sich bei meinen Teilnehmenden jetzt geändert haben und ich habe für das nächste Semester mit den heutigen Bildern Anschauungsmaterial dafür was geht, wenn nur die Einstellung stimmt.

Munter bleiben!

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