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318/365 15 Ampere

Moin zusammen!

Der kurze Dienst (kurz sind bei mir acht Stunden ????) wäre ganz entspannt und vor allem pünktlich zu Ende gegangen, wenn wir nicht noch den hochbetagten Leitersturz mit Verdacht Schädel-Hirn-Trauma in die Uniklinik nach Kiel hätten bringen müssen – 40 Minuten vor Feierabend. So aber konnte ich erst eine Stunde verspätet in mein Mörchen steigen, um Richtung Holsten Galerie zu starten. Dort hatte ich mich mit Kaufinteressenten für eine Kamera für 16:30 Uhr verabredet. Neunzig Minuten nach Dienstschluss. Eigentlich eine sichere Sache, sogar im Rettungsdienst. Naja, jetzt war es noch eine halbe Stunde – für die Strecke Bornhöved nach Neumünster inkl. Parkplatzsuche und Fußweg zum Bäcker Andresen am Gänsemarkt völlig ausreichend. Doch als ich voller Zuversicht den Zündschlüssel drehte, brannte (wie häufiger in der letzten Zeit) die 15A Sicherung durch. Mörchen weigerte sich daraufhin zu starten. Macht nichts, gestern erst hatte ich ja den Vorrat an Ersatzsicherungen aufgestockt. Also die defekte flink rausgezogen und die neue… …hä? Passte nicht! Hat mir doch der Schrauber meines Vertrauens die falsche Größe ausgehändigt! Zack, mit einem Mal war die Tagesplanung gekippt, denn ich war mir sicher alle passenden Sicherungen bereits verbraucht zu haben. Natürlich wühlte ich trotzdem in der entsprechenden Ablage zwischen den falschen Teilen herum. Und (ein Wunder!) tatsächlich konnte ich die letzte noch verbliebene Sicherung entdecken und einbauen. Was für ein Glück, mir war ein zweiter Startversuch geschenkt worden. So gefühlvoll habe ich noch nie einen Zündschlüssel herumgedreht! Ohne Probleme sprang mich mein Mörchen an. Hurra! Auf dem Weg zur Galerie überlegte ich mir zwei Optionen zum strategisch günstigen Parken: entweder in der Straße Am Teich oder hinter der Commerzbank. Auf das Parkdeck wollte ich nicht, dort wäre ich im Falle des Falles für den ADAC zu schlecht zu erreichen gewesen. Weiß ich denn, wie viele Starts mir mit der letzten Sicherung gegeben wären?

Auf die Minute pünktlich kam ich zum Termin (sehr nette Leute übrigens), konnte die Kamera an die neuen Besitzer übergeben und anschließend nach den Öffnungszeiten von a.t.u. googlen. Bis 18 Uhr, danke schön! Wieder gaaanz vorsichtig gestartet und in die Altonaer Straße gerollt, um vor Ort die letzten zwei Päckchen der kleinen blauen Biester zu ergattern, quasi das Viagra für Mörchens Motörchen. Jetzt – endlich – machte sich ein dezentes Gefühl von Entspannung in mir breit. Das war nicht schön bis hierhin!

Mit der Sicherheit von zehn Chancen auf glückliche Startversuche im Handschuhfach ging es zum letzten Termin des Tages: Higgins abpusten bei Klaus. In dessen schier unendlichem Fundus von Werkzeugen, Geräten und Maschinen stehen nämlich auch ein paar Kompressoren. Mit einem wollte ich dem Dreck an Higgins formschönen Korpus zu Leibe rücken. Da ich aber nicht der einzige am heutigen Tage war, der Überstunden schieben musste, wurde daraus nichts. Dafür habe ich dann zwei Stunden mit der Dame des Hauses über alles mögliche, besonders aber über unsere Jungs und deren schulischem Werdegang, geklönt. Higgins muss bis morgen warten.

Munter bleiben!

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