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127/365 Vom Roten Faden und vom zweischneidigen Schwert

Moin zusammen!

In einer Fotogruppe auf fb fragte jemand nach meinem Grund zu fotografieren. Weil ich lange über eine Antwort nachgedacht habe und sie mir, wie ich finde, gut gelungen ist möchte ich sie euch hier nicht vorenthalten:

Warum ich fotografiere? Weil ich nicht mehr anders kann.
Mein Interesse für die Fotografie hat Ende der 70er Jahre die Zeitschrift Geo geweckt. Seitdem hat mich das Virus nicht losgelassen. Es „eskalierte“ in einer Ausbildung zum Fotografen. Und in der Erkenntnis, dass mir 9to5 Kundenwünsche knipsen den Spaß an der Sache verderben würde. Seitdem bin ich ausgebildeter Hobbyfotograf, dokumentiere das Leben um mich herum, versuche meine Begeisterung in Kursen weiterzugeben, begleite gelegentlich Hochzeiten, mache Portraits oder Familienbilder, Businessfotos, betreue eine Foto-AG und eine Schülerfirma.
Die Fotografie bringt mich mit Menschen in Kontakt, die ich sonst nie kennengelernt hätte, bringt mich an Orte, die ich sonst nie gesehen und in Situationen, die ich sonst nie erlebt hätte. Sie hält meine Erinnerungen und meine Kreativität wach. Die Fotografie ist der rote Faden in meinem Leben seit rund vier Jahrzehnten.

Was ist euer Grund zu fotografieren?

Zum Bild von gestern gab es eine Nachfrage auf fb aus welchem Grund ich vor mein hochkorrigiertes 2.0/23mm Mk II Fujinon denn noch einen UV-Filter schrauben würde und ob das überhaupt nötig sei. Dazu kann ich nur sagen: Es kommt darauf an. Richtig ist, jede unnötige zusätzliche Glas-Luft-Fläche wirkt sich negativ auf die Abbildungsleistung aus. Und deshalb habe ich in der Tat auf keinem meine anderen Objektive irgendwelche Filter – es sei denn ich brauche sie im konkreten Fall für einen speziellen Zweck. Bei der X100V sieht die Sache etwas anders aus. Wie mehrfach erwähnt, ist lediglich der Objektivtubus konstruktionsbedingt nicht gegen Spritzwasser abgedichtet. Anders als bei anderen Objektiven ist hier der Tubus starr, im Gehäuse aber bewegt sich die vorderste Baugruppe (auf dem Bild der schwarze innere Teil mit der Schrift drauf). Zwischen beiden „Rohren“ ist ein Spalt, in den Wasser eindringen könnte. Eine Dichtung ist an dieser Stelle nicht möglich, weil sie die Bewegung der Linsengruppe beim Fokussieren erschweren würde, was die AF-Geschwindigkeit herabsetzen würde. Soweit so nachvollziehbar – hoffe ich.

Jetzt müssen wir einen kleinen Sprung machen und einen kurzen Blick in das Lastenheft der X100-Konstrukteure werfen. Da steht an einer der obersten Stellen Kompaktheit und etwas weiter unter Robustheit. Also ein kleines Gehäuse und ein Objektiv, das möglichst wenig aufträgt, aber zur Not durch dick und dünn geht. Ein Dilemma, wenn man (selten benötigten) Spritzwasserschutz nur durch ein Mehr an Volumen bekommen kann.

Die Lösung: Ein Adapter. So spart man die ein, zwei Millimeter für ein Filtergewinden und wer den Wetterschutz (gerade) nicht braucht, hat die kompakteste aller Konstruktionen. Wem eine Streulichtblende (links im Bild) reicht, der nimmt den Adapterring (unter der Streulichtblende angeschraubt) und eine Blende nach Wahl (meine ist die flachste, die ich finden konnte). Wer das Objektiv abdichten will, schraubt zwischen Adapter und Streulichtblende einen Filter, was noch mehr aufträgt. Oder, und da kommt die pfiffige Konstruktion von Nisi ins Spiel, läßt den Adapterring weg und nimmt einen speziell für die X100V erdachten Wetterschutzadapterring-UV-Filter. Kompakter geht es nicht, hochwertiger in Hinblick auf Ausführung und Vergütung auch nicht. Also Wetterschutz, Erhaltung der Abbildungsleistung und Bewahrung der Kompaktheit zum Nulltarif? Denkste! Nichts in der Fotografie bekommt man ohne etwas dafür zu geben. Weil der Filter ja ganz vorne der prallen Sonne ausgeliefert ist und ohne den Schutz einer Streulichtblende auskommen muss, rechne ich genau damit: Mehr Streulicht in kritischen Situationen. Aber da hilft dann die beschattende Hand – oder abschrauben!

Morgen wird‘s wieder kreativer, munter bleiben.

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