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Wenn’s mal etwas schneller gehen muss: JPEG statt RAW

Moin zusammen! Seit meine Jungs unter die Handballspieler gegangen sind, hat sich mir ein neues Motivgebiet aufgetan. Allerdings ein sehr speicher-/zeitintensives… Gerne kommen bei einem Spiel 500 Bilder zusammen und da ich sowieso schon lange nicht mehr mit den 24 Stunden eines Tages auskomme, musste ich mir einen möglichst schlanken Workflow für die Handballbilder überlegen – schließlich sollen ja auch die Mannschaftskameraden zeitnah mit Bilder in einer Online-Galerie versorgt werden. Bei diesen Überlegungen ist es immer gut das Pferd von hinten aufzuzäumen. Was soll also mit den Bildern passieren? In erster Linie werden die Daten wohl immer digital bleiben und zum ganz überwiegenden Teil auf Monitoren beguckt werden. Ausnahme ist in unserer Familie der traditionelle A4-Weihnachtsgeschenkjahresrückblickkalender. D.h. mehr als 20×30 @ 300dpi braucht die Datei für meine Zwecke nicht zu haben – plus etwas Reserve zum Beschneiden (Größe M2/8,4 Mp reichen dafür locker). Für die Monitorbetrachtung werden die Bilder sowieso nur auf 960px auf der langen Kante heruntergerechnet und mit 75% Qualität gespeichert. Hier geht Volumen und Ladezeit vor dem letzten bisschen Qualität. Neben der Größe und der Qualität gilt es bei Jpegs die übrigen Parameter möglichst exakt der Aufnahmesituation anzupassen: WB, Bildstil, Belichtung sollten sitzen. Bei Aussenaufnahmen verwende ich die WB-Presets (Tageslicht oder bewölkt) meiner 1D Mk IV. Bei Kunstlicht benutze ich eine Graukarte und gleiche den WB manuell ab. Als Bildstil wähle ich „Neutral“ (mit Schärfe auf 5, Kontrast auf +1, Sättigung auf – 2, Farbton auf 0). Bei Aussenaufnahmen verwende ich die Zeitautomatik + Belichtungskorrektur, bei Innenaufnahmen stelle ich Blende und Zeit manuell ein. Zusätzlich aktiviere ich die „Tonwert-Priorität“ und die „automatische Belichtungsoptimierung“. Eine Gegenlichtaufnahme sieht mit diesen Einstellungen dann so aus (links):jaw_140621_1473Rechts das finale Bild nach der EBV in LR (Beschnitt, Belichtung -1/3 Blende, Gradationskurve auf „mittlerer Kontrast“, Schwarz auf -5). Natürlich ist das Bild direkt aus der Kamera noch nicht perfekt – aber achtet mal auf den riesigen Kontrastumfang und die geniale Belichtung der Automatik! Volles Gegenlicht, schwarze Shorts und heller Himmel – und trotzdem überall Zeichnung!!! Sogar soviel Zeichnung, das das Bild eher flau wirkt. Aber das macht ja nichts: Kontrast und Schwärzen hinzufügen geht immer, Hauptsache die Informationen sind erst einmal im Bild drin. Ich muss wirklich sagen, ich bin platt was Canon an JPEG-Engine in der 1D Mk IV verbaut hat. Vielleicht ist dieser kleine Vergleich ja eine Anregung für Euch Eure Kameras mal von RAW auf JPEG umzustellen und mal zu gucken, was dabei herauskommt.

Bleibt munter,

Jörg

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