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333/365 Nicht lachen!

Moin zusammen!

Gestern war ich ja recht kurz angebunden. Mich hatte die Vollnarkose doch mehr mitgenommen, als ich es erwartet hatte. Dafür lief aber alles andere wie am Schnürchen. Nach dem ersten Gespräch hatte ich einen Laufzettel vom MVZ Lehmann bekommen, den ich gewissenhaft, Punkt für Punkt abgearbeitet habe. Da standen so Dinge wie EKG und Blutbild beim Hausarzt oder Termin mit dem Narkose-Arzt drauf. Das Stück Papier war eine große Erleichterung, ich konnte nichts vergessen und hatte stets den Überblick, was noch wann zu erledigen ist. Vielen Dank dafür ans MVZ! Das Ambulante Operations Zentrum im FEK hat dann noch mal eine Schippe draufgelegt: Nigelnagelneue Räume in denen superfreundliches Personal sich rührend um die Patienten kümmert. OP-Vorbereitung (Zugang, Medis, Infos) lief super, vor dem OP freundliche Übernahme durch den Anästhesisten und OP-Schwestern (alle stellen sich vor und erklären was als nächstes passieren wird) und auf dem OP-Tisch wird man in mummelig-warme Decken gehüllt – dann gehen auch schon die Lichter aus.

Im Aufwachraum habe ich dann wohl die Schwestern mit einer fulminanten Darbietung meiner Schlaf-Apnoe auf Trab gehalten. So’n ständig wiederkehrender Sättigungsalarm kann schon mal an den Nerven zehren. Jedenfalls wachte ich mit einer Sauerstoffmaske im Gesicht auf und anders kann ich mir es auch kaum erklären, dass ich im Dämmerzustand mit der Schwester über Gott und die Welt gequatscht hab‘. Reden hilft den Patienten wach zu halten und das hat sie wirklich sehr lieb gemacht. Jedenfalls weiß ich jetzt, dass sie aus Hohenwestedt kommt, auf der selben Schule wie ich war und auch ihre Kinder dort hin gehen. Vielen Dank für diese emphatische Betreuung! Nach dem Aufwachraum ging es in das Zimmer vom Morgen zurück – mittlerweile war es schon früher Nachmittag – und ich wurde nach meinen Frühstückswünschen gefragt. Brot, helle oder dunkle Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade – was darf’s sein? Kaffee, Saft, Wasser? Kaum hatte ich mich entschieden, wurde mir das gewünschte gebracht. Sogar fix und fertig geschmiert und belegt. Wahrscheinlich, weil ich selber noch so fix und fertig aussah. Meine Zimmergenossen, die später wieder zu mir gerollt wurden (übrigens ebenfalls alles Hernien, allerdings in der Leiste rechts bzw. links), waren deutlich wacher als ich und kamen nicht in den Genuss belegter Brötchen – selbst ist der Kassenpatient! 😉 Gegen 17 Uhr löste sich die hinkende und schlurfende WG dann auf und mein Lieblingsmensch durfte mich nach Haus mitnehmen.

Heute Morgen hatte ich gleich einen Termin zur Wundbegutachtung und zum Verbandwechsel. Das hat wiederum wie am Schnürchen geklappt. Punkt neun Uhr im MVZ eingefunden, gar nicht ins Wartezimmer, nach wenigen Minuten in den Behandlungsraum, Dr. Supke erscheint, tüddelt den Verband ab guckt, nickt zufrieden und legt einen neuen Verband an. Letzte Tipps zur Schonung und den weiteren Verbandswechseln (die ich selbst erledigen werde) und nach zwanzig Minuten konnte ich wieder nach Hause. Da gibt es absolut nichts zu meckern! Und weil so oft gemeckert wird, muss ich an dieser Stelle mal meiner Begeisterung freien Lauf lassen, ihr kennt mich ja auch anders. Also: Hernie > MVZ/Dr. Supke > AOZ/FEK >> Bauchnabel wieder da!

Weil ich ja die Häuslichkeit hüten muss, gibt es von diesem sonnigen Tag ein Stimmungsbild von Juni auf der nachmittäglichen Hunderunde, geknipst von meinem Lieblingsmenschen.

Bleibt munter, schönes Wochenende!

P.S.: Obwohl ich eigentlich schmerzfrei bin, husten/niesen/Nase putzen oder eben lachen tut (noch) weh.

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