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Moin zusammen!

Nein, ich bin nicht unter die Kannibalen gegangen. Speck ist ein Örtchen mitten im Nationalpark, das ich heute besucht habe. Dort liegt ein Gutshaus aus den 1930er Jahren, das zu DDR-Zeiten mal als Erholungsort für NVA-Offiziere gedient hat und sich heute in Privatbesitz befindet. Deshalb kann man das Gelände nicht betreten, aber ein Selfie in dem Fenster des Torhauses war drin. Aber wenn die ganze Anlage in dem selben Zustand ist, wie dieses Gebäude, habe ich nicht viel verpasst. Laut Reiseführer bedeutet „Speck“ übrigens „Weg über sumpfiges Gelände“ – falls das jemanden interessiert (huhu, Suse!)

Zwischen Speck und Waren liegt Federow, das nördliche Tor zum Park. Mit Info-Haus der Ranger und einem kleinen See, um den ich gemütlich herumgebummelt bin. Das ist schon recht beeindruckend: Kaum ist man ein paar hundert Meter von der (wenig befahrenen) Straße weg, schon wird man förmlich vom Urwald verschluckt. Seit heute denke ich doch, dass ich noch einmal mit dem Rad hierher zurückkommen sollte…

Munter bleiben!

Moin zusammen!

Beinahe hätte ich heute „meinen“ Warener Hafen nicht wiedererkannt. Alles voll! Das Hafenbecken, die Fahrradständer, die Eiscafés und Restaurants, die Ausflugsdampfer, die Radwege (die sind hier genauso schlecht zu erkennen, wie auf dem Großflecken), die Bürgersteige und die Bänke. Abstandsregel? Eher nicht so. Auf den Dampfern mehr halbherzig, auf den Restaurantterrassen ganz ordentlich. Auf den Gehwegen? Keine 1,5m, aber auch keinen MNS…

Dafür wird mit allem promeniert, was die Blicke auf sich zieht. Oder es wird in mitten des Trubels in trauter Zweisamkeit das schöne Wetter genossen.

Und damit ist der Tisch mit Motiven für die Streetphotography wieder reich gedeckt. Mit der kleinen Fuji X-E2 und dem 27er durch Waren schlendern und die Augen offenhalten, so kriege ich mein Pfingstwochenende herum. Denn ob ich auf einen von diesen Corona-Dampfern steige, um doch noch endlich meine Schifffahrt auf der Müritz anzutreten, weiß ich nach dem, was ich heute auf den Oberdecks zu sehen bekommen haben, nicht mehr. 🙁

Schöne Pfingsten, bleibt munter!

Moin zusammen!

An meinem letzten Therapietag hatte ich ein Einzelgespräch in der Ernährungsberatung. Das war sehr interessant und ebenso überraschend. Ich hatte mir ja für die fünf Wochen vorgenommen nur das zu Essen, was mir seitens der Klinik angeboten wird. Daran habe ich mich auch gehalten. Mit den Mengen beim Mittagessen bin ich immer gut klar gekommen, nach dem Essen war ich satt. Einmal habe ich mir „das Dünne“ von einer Gemüsesuppe nachgeholt, einmal die Nudeln mit Bolognese nicht ganz aufgegessen. Frühstück und Abendbrot musste ich mir selbst einteilen. Morgens gab es, wenn nicht die leckeren kleinen Vollkornbrötchen angeboten wurden, immer einen Teller Müsli mit Milch, abends drei, vier Scheiben Roggenmischbrot (ich erwähnte es bereits mehrfach). Beim Belag war ich nicht sparsam: Ich habe die Wurst- und Käsesorten nach ihrem Geschmack und nicht nach ihrem Fettgehalt ausgesucht. Außerdem war das Brot gut unter dem Aufschnitt verborgen – also auch hier keine Rücksicht auf Verluste. Getrunken habe ich in den fünf Wochen – neben zwei Bechern Pfefferminztee und zwei Gläsern Maracujaschorle – nur Leitungswasser, gerne mit einem Schuß Zitronensaft.

Okay, warum erzähle ich euch das in so epischer Breite? Weil heute in der Beratung herauskam, dass es zu wenig (!) war. Und zwar nicht nur, wenn ich mein Übergewicht hätte halten wollten sondern sogar, wenn ich eine Gewichtsreduzierung auf unter einhundert Kilogramm anstreben würde (was ja nicht die primäre Idee des Aufenthaltes war)! Im Schnitt habe ich ungefähr 2400 kcal zu mir genommen. Um ein Gewicht von 99 Kg zu halten, müsste ich etwa 2500 bis 2700 kcal zu mir nehmen – ohne Sport! Hätte ich das gewusst, wäre ich vielleicht doch schwach geworden und hätte mir den einen oder anderen Eisbecher reingedrückt. 😉

Insgesamt war das eine sehr angenehme Erfahrung festzustellen, dass, wenn ich langsam genug und auf die Mahlzeit konzentriert esse, ich mich sehr wohl auf mein Sättigungsgefühl verlassen kann. Hektisches Herunterschlingen unter Zeitdruck und ohne Konzentration auf das Essen überrumpelt meine Selbstregulation, das also gilt es zukünftig auf jeden Fall zu vermeiden!

Das Tagesmotiv kam übrigens auf der Müritz vorbeigepaddelt als ich mir nach dem Abendessen die Sonne auf den Bauch scheinen ließ.

Bleibt munter!

Moin zusammen!

Vorletzter Therapietag, volles Programm – aber alles ist besser als Langeweile. Wie immer ging‘s um sieben Uhr los und die Termine zogen sich locker aufgereiht durch den Tag. Wo Lücken gewesen wären, habe ich mir selbst Aufgaben eingetragen. So war ich wieder im Kraftraum, habe Telefonate geführt oder Elternarbeit für den Schulleiterwahlausschuß geleistet.

Nach dem Abendessen bin ich losgezogen, um vielleicht noch ein Pflanzenbildchen knipsen zu können, wurde aber leider nicht fündig. Als ich mir den Abend über immer verzweifelter Gedanken machte, was aus meinem Umfeld ich denn noch zu einem halbwegs brauchbaren Tagesbildchen verwursten könnte, passierte hinter der Warener Georgenkirche dieser Sonnenuntergang. Irgendwie klappt es doch immer mit dem einen Bild pro Tag…

Munter bleiben!

Moin zusammen!

Neben einigen anderen Terminen bin ich heute erneut auf das Ergometer gestiegen – zum insgesamt achten Mal in der Reha. Das heißt, ich bin etwa jeden dritten bis vierten Tag eine halbe Stunde gestrampelt und ich habe Protokoll darüber geführt. Am 30.4. habe ich eine Leistung von 115 Watt, eine Herzfrequenz von maximal 132 Schlägen pro Minute und eine Trittfrequenz von 65 Umdrehungen pro Minute notiert. Im Feld „Bemerkungen“ steht: „Belastungsgrenze“. Mehr ging vor knapp vier Wochen nicht. Heute hatte ich bei einer leicht höheren Trittfrequenz und gleicher Leistung einen Maximalpuls von 123 Schlägen pro Minute und unter Bemerkungen habe ich notiert: „gut zu schaffen“. Als mir diese Veränderung auffiel, habe ich mich sehr gefreut!

Fast ebenso erfreut war ich, als mir diese kleine Pflanze beim abendlichen Bummel durch den Kurpark vor die Linse geriet. Natürlich sah ich sofort, welche – noch unreifen – Früchte diese Pflanze trägt (ganz schemenhaft sind sie im Bild zu erahnen), den lateinischen Namen habe ich dann aber wieder mittels der App „Flora inkognita“ herausgefunden. Na, was wächst da leckeres im Warener Kurpark?

Bleibt munter!